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Italienische Blumenzüchter bauen fluoreszierende Nelken an Wissenschaftler des experimentellen Instituts für Blumenzucht in San Remo haben mittels Genmanipulation die Nelkenart Osteospermum ecklonis und die Enzianart Eustoma grandiflorum so verändert, dass deren Blüten unter UV-Licht grün leuchten. "Die fluoreszierende Blume zeigt, dass Gentechnik auch ausschließlich der Schönheit nutzen kann", erklärte der Entwickler Tito Schiva im Fachmagazin Nature. Die Technik soll laut Schiva bei jeder weißgefärbten Blume funktionieren. "Außerdem ist das gemäßigte Klima in Europa ein Problem. Genetisch veränderte Blumen sind schwer zu vermarkten", erklärte John Mason vom australischen Unternehmen Florigene. Florigene modifiziert die Farben von Rosen, Nelken und Radieschen. Die durch die italienischen Forscher produzierte Leuchtfarbe verdankt die Blume einem grün fluoreszierenden Protein. Das Protein stammt ursprünglich von Quallen, die bei Biologen als Lieblingsquelle für Farbstoffe gelten. Wissenschaftler nutzen fluoreszierende Proteine auch in der Medizin, beispielsweise zur Detektion von Krebszellen, die durch den Körper wandern. Auch bei Pflanzen ist das Illuminationsverfahren nicht neu. Erstmals wurde jetzt mit der grünleuchtenden Blume ausschließlich der dekorative Aspekt verfolgt.
Urahn aller Bäume Ähnlich wie ein Farn, aber fast 400 Millionen Jahre alt - so sieht der älteste bekannte Baum der Erde aus. Forscher fanden das Fossil in der Nähe eines Urzeitwaldes. Noch nie zuvor war eine komplette Versteinerung geborgen worden. Wie sahen die Gilboa-Bäume aus? 1870 wurden in Gilboa im US-Bundesstaat New York versteinerte Fossilien entdeckt, die als der älteste Wald der Welt gelten. Oder, besser gesagt, als dessen Überreste, denn versteinert und erhalten waren bloß die Baumstümpfe. Doch welches Astwerk, welchen Grünschmuck trugen sie? Von anderen Urzeit-Bäumen waren bloß Teile bekannt, etwa die farnartigen Äste der Wattieza-Bäume. Ein Forscherteam um William Stein von der Binghamton University fand nun sowohl eine vollständige Baumkrone als auch einen Baumstamm - und damit ein wichtiges Puzzlestück für Wissenschaftler, die sich mit dem Ökosystem im Devon beschäftigen. Dieses Erdzeitalter währte rund 50 Millionen Jahre. Es begann vor gut 410 Millionen und endete vor knapp 360 Millionen Jahren. Die Waldreste von Gilboa ist rund 385 Millionen Jahre alt. Ganz in der Nähe entdeckte Steins Team nun eine Versteinerung mit vollständig erhaltenem Stamm und Baumkrone, die ebenfalls aus dem Devon stammt. Die Forscher identifizierten kurze, aufrechte Äste, die vom oberen Bereich des Stammes fingerartig abzweigen, wie sie im Wissenschaftsmagazin "Nature" berichten. Diese Äste gabeln sich wie bei einem Farnwedel, tragen jedoch keine Blätter. Der Baumstamm besitzt an seinem oberen Ende mehrere, in einem symmetrischen Muster verteilte Astnarben und geht in einen flachen Stammfuß mit mehreren Wurzelansätzen über. Anhand der genauen Analyse der gut erhaltenen Fossilien konnten die Forscher die komplette Architektur des Baums rekonstruieren und damit auch das Rätsel um das Aussehen der Eospermatopteris genannten Gilboa-Bäume lösen. So muss es sich um einen etwa acht Meter hohen, farnähnlichen Baum gehandelt haben, vermuten die Botaniker. Außerdem verlor dieser wohl häufig Äste. Die Gestalt dieses fossilen Grüns zeige starke Ähnlichkeiten mit heutigen Palmen sowie Palm- und Baumfarnen. Der Fund aus der Urzeit sei das bisher älteste Beispiel für eine in der Evolution wiederkehrende und bis heute erhaltene Baumform. |
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